Gedanken zu Ostern 2020

Liebe Schwestern und Brüder,  

leider hat die Corona Krise alles „lahm“ gelegt. Auch die Kar-und Ostergottesdienste finden leider nicht statt, dennoch wollen wir am Palmsonntag im Gedenken an Jesu Einzug in Jerusalem zur gewohnten Uhrzeit läuten, auch am Karfreitag um 15.00 Uhr (Sterbestunde Jesu) und am Ostermorgen soll um 8.00 Uhr soll geläutet werden.  

„Christus ist auferstanden- Er ist wahrhaftig auferstanden“ . Dieses Wort gilt trotz Corona.  Ostern fällt nicht aus, auch, wenn wir das in diesem Jahr nicht mit einem  festlichen Gottesdiensten feiern können.Dietrich Bonhoeffer (+1945) sagte in dunklen Zeiten „Wer Ostern kennt, der kann nicht verzweifeln“ und der große Schweizer Theologe Karl Barth (+1968) prägte den Satz: „Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht umherlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.“Ostern ist ein Hoffnungsfest. Zwar müssen wir auch heute immer wieder an den Gräbern geliebter Menschen Abschied nehmen und doch ist es für diejenigen, die an die Botschaft von Ostern, an die Auferstehung glauben ein ganz anderer Abschied. Aufgrund des Ostergeschehens wissen wir…

…Der Tod hat keine Hände
Eindrücklich erzählt das Axel Kühner in seiner Geschichte von dem afrikanischen Christen. Diesem wurde seine siebzehnjährige Tochter durch den Tod genommen. Trauer erfüllte die ganze Familie. Aber sie waren auch getröstet durch die Hoffnung auf ein ewiges Leben. Auf das Grab der Tochter setzte der Vater ein schlichtes Holzkreuz und schrieb die Worte darauf: “Der Tod hat keine Hände!” – Als der Missionar ihn fragte, was die Inschrift bedeuten solle, gab der Vater zur Antwort: “Ich weiß, dass mir der Tod mein Kind nicht wegnehmen und auf ewig festhalten kann, sondern ich werde es bei Jesus wiedersehen. Der Tod hat ja seit Ostern keine Hände mehr!”
Nein, der Tod hat keine Hände. Aber Gott hat starke Hände, die uns bis in Ewigkeit festhalten. Jesus sagt von Menschen, die ihm im Glauben gehören: “Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen!” (Johannes 10,29).

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und frohes Osterfest!

Ihre Pfarrerin Antje Müller

Ein Kommentar

  1. Liebe Pfarrerin Antje Müller, vielen Dank für die guten Predigtworte.
    Gerade in dieser schweren Krisenzeit sehr erbaulich.
    Herzlichst, Anita Alt

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